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01.02.2010 - Appsolut im Trend - M-Commerce

hmmh Der App Store von Apple explodiert. Drei Milliarden Downloads wurden bis heute registriert. 2010 sollen weitere 4,5 Milliarden hinzukommen. Web-Händler sollten sich diesem Trend nicht verschließen
(...) Thorben Fasching, Leiter Unternehmensbereich der Bremer Agentur hmmh multimediahaus, betont die Nutzungssituation der Kunden als Entscheidungskriterium: „Generell gilt: Immer, wenn es auf Schnelligkeit ankommt und der Konsument keinen klassischen Zugang zum Web hat, werden MCommerce-Angebote punkten.“ Darüber hinaus werden seiner Ansicht nach Angebote funktionieren, bei denen Kunden bereits online ihre Kunden und Kontodaten hinterlegt haben und denen vertraut wird. So sei es etwa für Airlines sinnvoll, eine App mit einem Mehrwert wie Buchen/ Umbuchen oder Check-In anzubieten. Aber auch Web-Händler mit einem einzigartigen oder zielgruppenspezifischen oder limitierten Produktsortiment, Online-Händler mit wenig erklärungs- und beratungsbedürftigen Produkten, die leicht zu bestellen sind, oder Online-Händler mit Schnäppchenangeboten sieht Fasching als klassische Klientel für Smartphone-Apps. Schlussendlich sollten seiner Meinung nach zudem Internet-Händler, die als Multichannel-Anbieter auftreten, über E-Commerce Apps nachdenken, um Synergieeffekte zwischen realem und mobilem Point of Sale zu nutzen. So könnten Kunden bei Tchibo per Handy eruieren, ob ein Produkt, das im gerade besuchten Laden ausverkauft ist, entweder online bestellt werden kann oder noch in einer Filiale in der Nähe erhältlich ist. Kleinen Spezialanbietern rät Andreas Schwend, Managing Partner bei der Stuttgarter Internet-Agentur Digital Media Center (DMC), von einer Shop App ab: „Jeder Shop-Anbieter muss eine Vielzahl technischer Hürden etwa eine mobile Version des Webshops und eine einfache, aber dennoch ausgereifte Shop Usability meistern. Diese Investition lohnt sich für solche Anbieter kaum“, ist er überzeugt.

Apps ab 20.000 Euro

Denn schon eine einfache E-Commerce App wie ein Live-Shopping-Angebot mit geringem Produktsortiment, einfacher Navigation und unkompliziert zu programmierenden Schnittstellen schlägt nach Aussage von hmmh-Experte Fasching mit 20.000 Euro zu Buche. Bei speziellen Anforderungen wie der Integration von Augmented-Reality-Funktionen können sich diese Kosten schnell vervielfachen. Darüber hinaus ist Apple ja nicht mehr der einzige Smartphone-Anbieter mit einem App Store. Die Plattformen von Blackberry, Android, Nokia, Palm und Microsoft müssen – je nach Verbreitung in der eigenen Zielgruppe – auch noch mit eigenen Apps bestückt werden. Noch ist die Anzahl der echten E-Commerce Apps innerhalb der über 135.000 iPhone Apps relativ überschaubar – doch das wird sich Expertenschätzungen zufolge in den kommenden Monaten sehr schnell ändern. In Deutschland liegt die Zahl der Applikationen, über die via Handy tatsächlich Produkte bestellt werden können, derzeit noch im deutlich zweistelligen Bereich. Doch täglich kommen neue hinzu. (...)

> Quelle: Internet World Business 03/10



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