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Datum
02.12.11
Branche/Art
Artikel, Interviews, Über hmmh

Facebook auf Umwegen

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Facebook auf Umwegen

Zweiter Blogbeitrag von Niklas Barning:

Während der Zeit, die ich nun bei hmmh als Auszubildender Mediengestalter bin, habe ich gelernt dass eine Webseite nicht nur schön aussehen, sondern auch benutzerfreundlich sein muss. Kein Klick darf man dem Zufall überlassen, kein Besucher darf auf einen falschen Weg geleitet werden. Doch leider gibt es nicht immer Vorzeigeseiten. Das beste Beispiel meiner Meinung nach: Facebook. Jeder kennt dieses Portal, jeder nutzt es und viele identifizieren sich damit. Doch seit einiger Zeit setzt Facebook immer mehr Funktionen für die Benutzer auf seine Plattform, die von der Idee her Sinn machen, aber durch die pure Summe die gesamte Seite verkomplizieren.

Bei Facebook regiert meiner Meinung nach das Chaos und viele dieser wichtigen Grundsätze des Webdesigns werden links liegen gelassen. Am rechten Browserrand klebt beispielsweise eine große Chatleiste, über der wiederum eine Aktivitätenleiste sitzt, die mir verkündet, wo meine Freunde gerade etwas kommentieren oder irgendwie anders interagiert haben. Eine Spalte weiter links findet sich dann eine Liste von Geburtstagen, Leuten die ich vielleicht kennen könnte und natürlich Werbung. Während sich weiter unten meine Freunde mit mir unterhalten, die ich vielleicht sogar in Tabs geordnet habe, bewegt sich auf einmal am oberen rechten Rand etwas. Ein Freund hat wieder mit jemandem interagiert und wurde auf die oberste Stelle der Aktivitätsliste gesetzt. Die mittlere Spalte – die Neuigkeiten – hat bei mir neuerdings auch für Verwirrung gesorgt. Auf einmal waren viele Beiträge meiner Freunde mehrere Stunden alt, obwohl eigentlich immer jemand etwas geschrieben hat und nie eine halbe Stunde verging ohne einen neuen Beitrag von einem Freund. So wurde ich auf die neue Sortierfunktion von Facebook aufmerksam, die mir standartmäßig nur "hervorgehobene Meldungen" zeigt.

Warum benötige ich so etwas? Ich möchte doch genau hier über die neuesten Aktivitäten meiner Freunde informiert werden. Facebook ist für mich nicht mehr der Tummelplatz meiner Freunde, wo ich ein wenig mitlesen kann, was sie gerade treiben. Facebook möchte nun meine volle Aufmerksamkeit, möchte mir den vollen Überblick verschaffen und vergisst dabei auf seine eigene Benutzerfreundlichkeit zu achten. Allerdings habe ich noch ein bisschen Hoffnung, dass man sich drüben in San Francisco einen guten Vorsatz für das neue Jahr gemacht hat. Denn die neue Funktion "Facebook-Timeline" lässt ein wenig durchblicken, dass man wieder Ordnung schaffen möchte im Nachrichtenwust und Wert auf das Webdesign legt. Ich bin gespannt was die Zeit für Veränderungen mit sich bringt.

*Quelle: W&V HRmarketingblog

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