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Datum
10.05.11
Branche/Art
Pressemeldungen, Handel

Joghurt aus dem Internet

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Joghurt aus dem Internet

Hat der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland eine Chance? Das Internet ist drauf und dran, des Deutschen liebste Einkaufsmeile zu werden: 2010 wurden erstmals für mehr als 30 Milliarden Euro Waren online geordert.

Bis das Netz auch zum Lieblingssupermarkt wird, ist es allerdings noch ein weiter Weg: Von rund 150 Milliarden Euro, für die hierzulande jährliche Lebensmittel gekauft werden, werden nur 0,5 Prozent im Internet ausgegeben.

An Versuchen hat es nicht gemangelt: Bereits Ende der 1990er-Jahre bot der Ölkonzern BP seinen Kunden an, vormittags im Internet bestellte Frischware nach Feierabend an der Tankstelle abzuholen. Die Otto Group plant seit 2000 eine Online-Food-Offensive, Amazon ist in Deutschland seit 2010 mit einem Lebensmittelangebot am Start, derzeit führt die Supermarktkette Real ein Pilotprojekt in NRW durch. Dennoch: So selbstverständlich wie Fahrkarten oder CDs bestellen die Deutschen ihren Joghurt noch lange nicht im Netz.

(...) Thorben Fasching verweist auf die großen Player, die bereits Food-Angebote planen.

Thorben Fasching, stellv. Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW

"Wir erwarten bereits in diesem Jahr einen deutlichen Umsatzanstieg im Lebensmittel-Online-Handel. Nachdem Amazon aktiv ist und OTTO sein Interesse offen bekundet hat, werden weitere Unternehmen wie Versand-, PureOnline-, stationäre Händler und Lebensmittelhersteller in den Internet-Verkauf einsteigen. Die Herausforderung besteht in erster Linie in innovativen, nachhaltigen Konzepten und neuartigen Geschäftsmodellen. Diejenigen Händler, die diese Aufgaben am besten lösen, können sich berechtigte Hoffnung machen, erfolgreich dieses bis dato in Deutschland noch weitestgehend ungenutzte große Umsatzpotential gewinnbringend zu nutzen."

*Quelle >> Internet World Business, Ausgabe im Mai 2011

hmmh Agentur für Digital Commerce & Brand Communication
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