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Datum
31.10.11
Branche/Art
Marken, Artikel, Medien

Mobile Commerce: Raus aus den Kinderschuhen

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Mobile Commerce: Raus aus den Kinderschuhen

Eigentlich zeigen alle Pfeile noch oben: Seit Jahren verdoppeln und verdreifachen sich die mobile Online-Nutzung und mit ihr auch die Einkäufe mobiler Nutzer über ihre Smartphones. Studien prognostizieren die wachsende Bedeutung des M-Commerce: Fast 60 Prozent der Smartphone-Nutzer kauften im vergangenen Jahr mindestens einmal mithilfe ihres Smartphones ein, ein Viertel der Befragten ging dreimal oder öfter zur mobilen Kasse. Neue Technologien wie QR-Code-Scanning, Augmentet-Reality oder das Google-Angebot Googles bereichern die User Experience für mobile Nutzer und erhöhen die Verknüpfung von stationärem Geschäft und Online-Handel.

Trotzdem entwickelt sich der deutsche M-Commerce nur schleppend. Das liegt vor allem an den Shop-Betreibern: Nur ein Viertel der Webshops in Deutschland hat einen mobilen Online-Auftritt und spezielle Mobile-Shops oder Shopping-Apps gibt es noch viel weniger - nur acht der 20 umsatzstärksten deutschen Online-Händler bieten Shopping-Apps an.

"Deutsche Unternehmen sind allgemein selten geneigt, innovative Technologien frühzeitig in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren", so Thorben Fasching (hmmh). Zudem ist der Anteil, den M-Commerce derzeit einnimmt trotz des starken Wachstums verschwindend gering - deshalb rechnet sich eine Investition in eine mobile Einkaufsplattform nicht gleich. "Werden lediglich di zu erwartenden Umsätze berücksichtigt, ist es bei der aktuellen Nutzung des Mobile Commerce nicht sinnvoll, die erforderlichen Investitionen in diesem Bereich zu tätigen", räumt Fasching ein. "Allerdings hat die Entwicklung des E-Commerce bereit gezeigt, dass es von immenser Bedeutung ist, frühzeitig Erfahrungen in den neu aufkommenden Bereichen zu sammeln, um zu einem späteren Zeitpunkt davon profitieren zu können."

Der deutsche M-Commerce steckt also noch sehr in den Kinderschuhen. Aber neben der Zurückhaltung der Deutschen erschweren auch weitere Gründe die Entwicklung des M-Commerce: "Es fehlen noch standardisierte Lösungen" so Thorben Fasching von hmmh. "Zwar bietet Paypal mittlerweile Lösungen für mobile Betriebssysteme an, allerdings sind diese noch nicht hundertprozentig ausgereift."

Beachten Shop-Betreiber diese technischen Neuheiten erfüllen sie die Pflicht - die Kür besteht allerdings darin, die Möglichkeiten des mobilen Kanals geschickt zu nutzen und dem Kunden einen Mehrwert zu bieten.

"Hier gibt es ungeahnte Möglichkeiten", schwärmt Fasching. "So lassen sich individuelle Angebote durch Location Based Services noch zielgerichteter zuschneiden. Eine adäquate Aufbereitung der Inhalte in Verbindung mit Hardware-Möglichkeiten wie Swipe, Pinch-Zoom oder Orientation Change sind der Schlüssel für einen erfolgreichen M-Commerce-Auftritt."

*Quelle: Internet World Business 22/11

hmmh Agentur für Digital Commerce & Brand Communication
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