Digitaler „Tag der offenen Tür“ via Periscope

hmmh öffnet seine Türen für die ganze Welt

Am 19. Februar 2016 streamte hmmh den vorerst letzten Open Talk via Periscope unter dem Motto „come inside“. Seitdem hat sich bei der Digitalagentur einiges getan. Was als Informationskanal für Neugierige und potenzielle Bewerber anfing, wurde zur sympathischen Diskussionsrunde mit Tech-Talk-Charakter.

Periscope ist eine Video-Streaming-App, die Menschen aus der ganzen Welt zusammenbringt. Das Besondere dabei, Periscope „infotaint“ seine Nutzer in Echtzeit. Dabei können die Zuschauer sogar mit dem Stream-Geber interagieren und die Live-Übertragung selbst mitgestalten: Fragen stellen, Kommentare abgeben oder Herzchen verschicken - alles ist möglich. Nach Ablauf des Echtzeit-Events ist die Sendung bis zu 24 Stunden verfügbar und kann immer wieder angesehen werden. hmmh ist eines der ersten Unternehmen in Deutschland, die den Streaming-Dienst für sich entdeckt und für Recruiting-Zwecke eingesetzt hat.

27. November 2015, 12:01 Uhr: Der erste Open Talk mit Florian und Julian - zwei Magento-Developer von hmmh - startet etwas verspätet. Die Erwartung ist gering, die Aufregung der beiden Jungs vor der Kamera umso höher. „Periscope ist ein Format in dem es um die Personen geht, nicht um das Unternehmen“, erinnert Vanessa Wrede, Head of Personnel Development, in ihrem finalen Briefing. „Das Ziel der Streaming-Aktion ist es, einen unverfälschten Blick hinter die Kulissen zu gewähren, die Menschen und ihre Arbeitsweisen aus den Bereichen von hmmh vorzustellen und den Zuschauern eine Plattform für Fragen zu bieten - von Mensch zu Mensch. Nicht inszeniert und vor allem unzensiert.“, erklärt sie.

Getreu dem Motto „come inside“ sollten sich die Zuschauer via Video-Stream als Gäste im Bremer Hauptsitz fühlen. Das wurde nach der ersten Einladung via Xing und Facebook gleich missverstanden: Einer der Interessenten wollte seine Kollegen und Freunde persönlich in den Weser Tower mitbringen. „Ein lustiges Missverständnis“, so Vanessa Wrede. Die Situation wurde schnell aufgeklärt und kurzerhand sogar spontan ein tatsächlicher Besuch mit Teilnahme im Weser-Tower für den Interessenten organisiert. 

Einige Stunden nach dem ersten Livestream folgte prompt heikles Feedback über Facebook. Etwas planlos, holprig und nicht ganz durchdacht, so die Quintessenz des Kritikers. In einer internen Krisensitzung des vierköpfigen Teams wurde beschlossen einen Moderator einzubinden, der die Zuschauer begrüßt, wichtige Fragen aufgreift und durch die gesamte „Sendung“ führt. Ab dieser kleinen aber wichtigen konzeptionellen Änderung gab es, sowohl extern als auch intern, nur noch positives Feedback. Nach der Premiere mit den beiden Magento-Developern folgten weitere Gesprächsrunden mit TYPO3-, Java- und hybris-Entwicklern. Außerdem wurde mit den Zuschauern über Mobile & Marketing sowie Open Source Solutions diskutiert und spannende Einblicke in den Alltag von Konzeptionern, Consultants, Projekt- und New Business Managern gegeben. Mit jeder Sekunde wurden die zu Beginn sehr aufgeregten Referenten sicherer und agierten natürlich wie in einem persönlichen Gespräch. Ziel erreicht.

Periscope und Reichweite

Im Anschluss an die sechsteilige Open-Talk-Serie ging es direkt an die Auswertung der Aktion. „War dieses Format für die Zuschauer spannend?“ und „Werden sich daraufhin mehr Interessenten bei hmmh bewerben als sonst?“ waren Fragen, die schnell mit einem klaren „ja“ beantwortet werden konnten.

Ganze 996 Zuschauer haben an den sechs Talkrunden teilgenommen, mitdiskutiert, und Fragen zu den einzelnen Personen, ihren Aufgaben sowie ihrem beruflichen Alltag bei hmmh gestellt. Dabei waren 21% von der ersten bis zur letzten Sekunde dabei: Ein sehr guter Schnitt für die bis dato von deutschen Unternehmen kaum berührte Plattform Periscope. Die zuvor produzierten Teaser, die auf Facebook und Youtube neugierig machen sollten, erreichten innerhalb von zwei Wochen über 105.000 Menschen und brachten mehr als 28.000 Klicks auf den Periscope Account von hmmh. Das Format fand also bei über 25% der angestrebten Zielgruppe Anklang. Ein erster großer Erfolg des Open Talks auf Periscope. 

Periscope und Live-Content im Recruiting

Nicht nur im Dialog mit Kunden, sondern auch auf der Suche nach passenden Mitarbeitern mit Cultural-Fit ist der richtige Content auf relevanten Kanälen enorm wichtig. hmmh beschäftigt sich im Agenturalltag intensiv mit diesem Thema und berät dahingehend täglich Kunden, arbeitet Lösungsvorschläge aus und setzt diese erfolgreich um. „Vor mehr als zwanzig Jahren brachten wir unseren Kunden OTTO als ersten Versandhändler in den E-Commerce und gingen schon damals mit Pioniergeist voran. Das tun wir auch heute.“, sagt Vanessa Wrede.

Neben einer deutlich gesteigerten Sichtbarkeit auf allen Social-Media-Touchpoints, durchweg positivem Feedback und einer daraus resultierenden deutlich höheren Bewerberanzahl hat diese Kampagne ihren Zweck mehr als erfüllt und dabei allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Die Anzahl der Bewerbungen hat sich in diesem Zeitraum um 41% gesteigert. Daraus sind nicht nur viele Bewerbungsgespräche entstanden, sondern sogar die Festeinstellung eines qualifizierten Entwicklers. Auch die gesamte Sichtbarkeit und Resonanz auf weiteren Kanälen hat sich während und nach der Aktion verbessert.

Wie wichtig es ist, persönliche Einblicke zu gewähren und interaktive Schnittstellen zwischen möglichen Bewerbern und dem Unternehmen sowie ihren Mitarbeitern zu finden, beweist auch die stetig wachsende Zahl an innovativen HR-Tools - beispielsweise whachado oder viasto. Unternehmen müssen sich heute bereits vor der eigentlichen Bewerbung eines qualifizierten Jobinteressenten mächtig anstrengen, um überhaupt in seine engere Auswahl zu kommen. Die persönliche Note und ein ungefilterter Blick in das Innere und in die Persönlichkeit des potentiellen neuen Arbeitgebers spielen eine immer größere Rolle. Dabei gelten ähnliche Regeln wie bei einer effektiven Content-Marketing-Kampagne: Die richtigen Inhalte müssen zur richtigen Zeit im jeweiligen Medium maßgeschneidert für den Rezipienten geliefert werden. Das Wesentliche dabei ist, dem Zuschauer echte, nicht werbliche Inhalte zu liefern und ihn wirklich zu informieren – nicht zu kaufen. 

„In einer sich täglich wandelnden Branche, neu entstehenden Bedürfnissen der User und neuen technischen Möglichkeiten, sollte man auch beim Recruiting nicht nur auf Altbewährtes setzen – ganz besonders nicht in unserer Branche. Als Erster neue Wege zu erschließen zeugt von innovativem Denken, Kreativität und Agilität – genau das möchten wir auch bei unseren Bewerbern finden “, führt Vanessa Wrede aus, Head of Personnel Development.

 

 

Auf unserem Youtube-Channel findet ihr den Zusammenschnitt der Open Talks.