6 Gründe zum Upgrade auf Google Universal Analytics

Seit dem 2. April 2014 ist es offiziell: Google Universal ist raus aus dem Beta und steht vollumfänglich zur Verfügung. Vielleicht fragen Sie sich nun „Google Analytics ist doch super und wir sind zufrieden. Warum also sich die Mühe eines Upgrades machen?“ Für alle, die noch das alte Google Analytics im Einsatz haben oder bereits das Upgrade zu Universal Analytics getätigt haben aber nicht wissen, ob sie das volle Potenzial nutzen, haben wir 6 Gründe Ihre Google Analytics Implementierung zu überdenken.

1. Plattformübergreifendes Tracking

Mit Universal Analytics können Sie alle Ihre Plattformen in einer Google Analytics Property erfassen. Webseiten und mobile Webseiten können mit dem normalen Universal Analytics Tracking Code (analytics.js) gemessen werden. Die Nutzung von mobilen Applikationen wiederum kann über die zur Verfügung gestellten SDKs für Android und iOS erfasst werden. Weiterhin kann die Aufzeichnung aller anderen Geräte (Spielkonsole, Kasse, Kundenservice, Kaffeemaschine...), die eine Internetverbindung haben, mit dem Measurement Protocol erfolgen. Das heißt, dass auch Daten vom POS aufgezeigt werden können. Theoretisch kann damit die komplette Customer Journey vom ersten Kontakt mit einer Marketingkampagne über den Besuch auf der Webseite bis zum Kauf in einer Filiale erfasst werden. Wieso theoretisch? Der Nutzer muss auch plattformübergreifend erkannt werden. Dafür muss die User-ID von Google Universal Analytics eingesetzt werden. Mehr zur User-ID im nächsten Punkt.

2. Mit der User-ID können Nutzer geräte- und browserübergreifend erkannt werden

Während bei Google Analytics ein Nutzer = ein Cookie mit einer eindeutigen ID (cid) war, gibt es nun bei Universal Analytics einen weiteren Wert für den tatsächlichen Nutzer, die User-ID (uid). Über die User-ID kann ein anonymer Wert für den Nutzer übergeben werden. Natürlich muss sich der Nutzer dafür kenntlich machen, z.B. indem er sich einloggt. Das bedeutet, dass nur Webseiten mit einem signifikanten Anteil an Nutzern, die sich einloggen oder anderweitig kenntlich machen, von diesem Feature profitieren können. Können sich Ihre Webseiten-Besucher einloggen? Dann stellen Sie sich vor, welche Möglichkeiten sich durch die User-ID ergeben: geräteübergreifende Customer Journey, in der Filiale eingelöste Gutscheine von der Webseite, Auswirkungen der Kundenservice-Hotline und vieles mehr. Lernen Sie Ihre Nutzer kennen - die Cookies kennen Sie ja bereits.

3. Benutzerdefinierte Dimensionen & Metriken

Erfassen Sie in Google Universal Analytics unternehmensspezifische Kennzahlen zusätzlich zu den bereits vorhandenen Kennzahlen. Mit diesem Feature können zusätzliche Daten importiert werden, wie z.B. CRM Daten, Produktpreise, Namen von Autoren (bei Contentseiten) oder das aktuelle Wetter am Standort des Nutzers. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, solange es für die Analyse Sinn macht und nicht gegen das Datenschutzrecht verstößt.

4. Erweiterte und vereinfachte Konfigurationen des Google Analytics Kontos

Google Universal Analytics bietet einige zusätzliche Optionen selbst Einfluss auf die Datenverarbeitung zu nehmen. So können individuelle Zeitlimits für eine Sitzung des Nutzers (mind. 1 Minute, max. 4 Stunden) und die Gültigkeit von Kampagnen-Cookies (max. 24 Monate) eingestellt werden. Zudem können Suchmaschinen hinzugefügt werden, damit sie in den Reports als selbige erkannt werden. Verweise von Ihren eigenen Domains und Suchbegriffe können ausgeschlossen werden, ohne den Code auf der Webseite anpassen zu müssen.

5. Nutzen Sie „Enhanced Ecommerce“ mit Universal Analytics, um die Produktperformance und den kompletten Weg vom Besucher bis zum Käufer zu analysieren

Die Erweiterung „Enhanced Ecommerce“ kann nur genutzt werden, wenn Universal Analytics auf der Seite implementiert wurde. Sie ersetzt das normale Ecommerce Tracking und bringt die Analyse Ihrer Ecommerce-Daten in den Expertenmodus. Mit „Enhanced Ecommerce“ können Sie sehen, wie häufig ihre Produkte eingeblendet wurden (sei es auf den Kategorieseiten, der Suchergebnisseite oder Produktdetailseiten), welche Produkte in den Warenkorb gelegt oder aus dem Warenkorb entfernt wurden und wie der Besucher sich durch den Checkoutprozess bewegt. Zudem bietet „Enhanced Ecommerce“ auch die Erfassung interner Marketingkampagnen (z.B. Banner auf der Startseite) und Retouren von Produkten.

6. Zukünftige Updates gibt es nur für Universal Analytics - im nächsten Schritt wird die Unterstützung von Google Analytics (ga.js) abgestellt

Das Beenden der Betaphase war der dritte von vier Schritten beim Übergang von Google Analytics zu Google Universal Analytics. Das bedeutet, dass beim Einrichten einer neuen Google Analytics Property nur noch Universal Analytics zur Auswahl steht und nicht wie zuvor beide Optionen. Im nächsten Schritt werden die alten Funktionen eingestellt, darunter auch der alte Google Analytics Code (ga.js).

Haben Sie Fragen zu Google Universal Analytics? Planen Sie ein Upgrade und benötigen Unterstützung, um das volle Potenzial von Universal Analytics zu nutzen? Unsere Digital Analytics Experten können Sie bei diesen und anderen Herausforderungen unterstützen. Kontaktieren Sie uns einfach per Mail.