Moebelhandel 2024 | hmmh

Möbelhandel 2024: Worin liegen die Herausforderungen in der Zukunft?


Das Herzstück des digitalen Vertriebs sind Produktdetailseiten. Welche zukünftigen Anforderungen auf dem Weg zum erstklassigen Produkt-Content für alle digitalen Touchpoints zu erfüllen sind, verrät Philipp Kruse, Unit Director bei hmmh, im Experten-Interview mit Möbelmarkt.de.

Die Branchenzeitschrift Möbelmarkt.de stellt die Frage nach den Hürden, die Möbelhändler und -hersteller im Zuge der Digitalisierung  überwinden müssen, um langfristig erfolgreich zu sein. Im Experten-Talk erklärt Philipp Kruse, Unit Director bei hmmh, die Bedeutung von Produktdaten für den Möbelhandel und gibt Einblicke in dessen Zukunft. Im Interview über den Status quo der Möbelindustrie, die Einflussnahme digitaler Marktplätze und die daraus resultierenden Handlungsfelder kristallisiert sich ein realistischer Ausblick auf die nahe Zukunft des Möbelhandels heraus.

Big Player vs. Newbies

Es sind vor allem die großen Player der Branche, die bereits sehr weit sind. Ikea zum Beispiel nutzt CGI, also Computer Generated Imagery, bereits sehr intensiv und greift nur noch selten auf klassische Möbelfotografie zurück – auch Otto investiert hier massiv. Der Vorteil: Die hochauflösenden, digitalen 360°-Bilder lassen sich mühelos erstellen und in alle beliebigen Szenerien einbauen. Auf der anderen Seite ist bei vielen mittelständischen Möbelhändlern der Digitalisierungsgrad recht niedrig und es liegt noch ein gutes Stück Weg vor ihnen. „Der Knackpunkt ist, die Lücke zwischen Erleben- und Erfahren-Können des Produkts im stationären Handel und dem reinen Beschreiben des Produkts im Online-Handel, zu schließen“, skizziert Philipp Kruse die Herausforderung für digitale Neueinsteiger.

Onboarding als Schlüssel zum Erfolg

Die Lösung liegt aus Sicht des Digitalexperten in einem partnerschaftlichen und effizienten „Onboarding“ - also dem Einbeziehen von Lieferanten und Herstellern in die Produktdatenmanagementprozesse beim Händler. So müssen beispielsweise Datenmodelle abgestimmt und Datenqualitätsregeln erarbeitet werden. Technische Grundlage dafür sind leistungsfähige PIM-Systeme – sowohl auf Händler- als auch auf Herstellerseite. „Es kann nicht sein, dass heute noch Excel-Listen untereinander ausgetauscht werden“, sagt Kruse.

Ein Blick in die Zukunft

„Wir haben im letzten Jahr eine Studie mit unserem Partner moebel.de erstellt, die zeigt, dass beim Kaufverhalten der sogenannte Research Online/Purchase Offline Effekt weit verbreitet ist. Wir gehen daher nicht davon aus, dass der stationäre Möbelhändler über kurz oder lang überflüssig sein wird“, entschärft Philipp Kruse. Vielmehr ginge es um ein gut synchronisiertes Miteinander, bei dem letztlich der Kunde noch stärker in den Mittelpunkt rücken wird.

Wieso es ratsam ist, sich erfahrene Unterstützung zu holen und wie diese aussehen kann, verrät Philipp Kruse, Unit Director bei hmmh, im vollständigen Experten-Interview auf Möbelmarkt.de.