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Wieso gezeichnete Prototypen so effektiv in der Ideenentwicklung sind

Wenn man an Prototypen denkt, sieht man sich schnell am Computer die derzeit üblichen Tools öffnen, um ein interaktives Layout zu erstellen. Oft werden diese Ergebnisse vom Kunden nur noch gesichtet und schnell durchgewinkt. Die Gestaltung des Prototypen scheint die fertige Vorlage für alle weiteren Layouts zu sein und wird nicht mehr hinterfragt. Doch eigentlich sollte es ganz anders laufen.
 
Nicht die Erstellung einer täuschend echten Vorlage, sondern das kollaborative Erarbeiten sollte bei der Konzeption eines Prototypen im Vordergrund stehen.

Durch die Nutzung dieser einfachen Mittel ist die Tür für alle Teammitglieder geöffnet und Kunden können einfacher in den Designprozess einbezogen werden. Mit solchen Kreativtechniken werden schnell die Ängste vor dem Papier aufgelöst. Das Argument “ich kann doch sicherlich nicht so gut Zeichnen wie die Designerin am Tisch” gilt nicht, denn die Qualität der Skizze sagt nichts über die Idee aus. Wenn allen Beteiligten klar ist, welche Features und Ideen sinnvoll sind, kann dieser skizzierte Prototyp sogar mit Apps wie POP interaktiv und somit für Usability Tests vorbereitet werden.
 
Prototypen mit Stift und Papier zu erstellen, erspart nicht nur Zeit in der Konzeptionsphase, sondern demokratisiert den Prozess enorm. Die Tür wird für alle geöffnet, die wichtig für das Produkt sind. Von Entwicklerinnen und Entwicklern über die Support Abteilung bis zum CEO. Alle können eingebunden werden und haben die Chance, aktiv am Prozess mitzuwirken.
 

Zu diesem Thema gibt es am 03. September einen ausführlichen Vortrag auf dem Webmontag-Bremen.