Die Coronakrise als Beschleuniger der Digitalisierung | E-Commerce

E-Commerce – Die Coronakrise als Beschleuniger der Digitalisierung

Der weltweite Krisenmodus trifft viele Unternehmen und Selbstständige hart. Social Distancing sorgt dafür, dass ganze Branchen massiv zu kämpfen haben. Doch es sorgt auch dafür, dass vor allem Online-Händler, Lieferservices, aber auch Online-Plattformen für Fitness, Nachhilfe oder Kochen einen massiven Umsatzpush verzeichnen. Nicht nur die Kommunikation verlagert sich ins Digitale, auch das Online- insbesondere das Social-Shopping gewinnt an Beliebtheit. In die Krise geratene deutsche Mittelständler sollten diese deshalb als Chance begreifen und den notwendigen, teilweise längst überfälligen Digitalisierungsprozess initiieren.

Welche Schritte sollten Unternehmen nun gehen, um ihr Angebotsportfolio gegebenenfalls an die aktuelle Situation anzupassen, zu digitalisieren und Umsatzverluste wettzumachen? Sowohl für B2C- als auch für B2B-Unternehmen bietet der E-Commerce zahlreiche Maßnahmen – die sinnvoll eingesetzt – wertvolle Entwicklungen bringen. Wir geben Ihnen jeweils vier konkrete und effektive Empfehlungen.
 

Im B2C-Geschäft ist schnelles Handeln gefordert

1. Rabattierungen sorgen für schnelle Abverkäufe und notwendige Liquidität

Gerade in der Fashionbranche müssen Anbieter ihre Saisonware schnellstmöglich verkaufen, um Platz für neue Kollektionen zu schaffen und die momentan dringend benötigte Liquidität sicherzustellen. Ein möglichst großer Aufschlag gelingt mit der richtigen Unterstützung durch Online-Marketing-Maßnahmen wie dem Newsletter und Social-Media-Kampagnen.

2. Kommunikation durch interaktive Features pusht Verkaufszahlen

Ob Live-Chat, Live-Streaming oder Social-Media-Plattformen: Der soziale Aspekt spielt in der momentanen Situation eine große Rolle für alle Kunden. Mit der richtigen Integration von digitalen Kommunikationskonzepten und interaktiven Features in die E-Commerce-Strategie können Unternehmen bisherige Verluste wettmachen und ihre aktuellen Tagesumsätze deutlich steigern.

3. Digitalisierung der Loyalty-Systeme als Chance nutzen

Loyalty-Systeme sind beliebt und eignen sich im Krisenmodus besonders gut, um mit den eigenen Kunden in Kontakt zu treten, ihnen klar zu kommunizieren, dass man „für Sie da ist“ und gleichzeitig aufzuklären, was man ihnen momentan anbieten kann. So kann man jetzt die Kunden für digitale Loyalty-Programme gewinnen, die dem Ganzen zuvor skeptisch gegenüber waren. Denn die Bereitschaft diesen Service zu nutzen, ist durch die Krise deutlich höher.

4. Steigende Beliebtheit der Marktplätze nutzen

Amazon, Alibaba und Co. sind die großen Gewinner der Krise. Deshalb sollten Unternehmen – auch entgegen ihrer bisherigen Strategiedie Möglichkeit in Betracht ziehen und prüfen, ob und wie sie ihre Produkte auf Marktplätzen verkaufen können. Händler sollten den aktuellen Boom der digitalen Marktplätze auch für das eigene Geschäft nutzen und sie als ergänzenden Verkaufskanal in ihre E-Commerce-Strategie integrieren.

 

Die Krise als digitaler Boost für B2B

Üblicherweise dauern Transformationen in der B2B-Branche etwas länger und können nicht so schnell wie im B2C-Umfeld umgesetzt werden. Doch die massiven Auswirkungen der Coronakrise zwingt B2B-Unternehmen, ebenfalls schnell zu handeln, um das Schlimmste zu vermeiden. Folgende vier Punkte sind dabei besonders wichtig und effektiv:

1. Customer Services aus dem Homeoffice

Callcenter und Vertriebsagenten müssen unbedingt auch problemlos aus dem Homeoffice arbeiten, um alle notwendigen Kundenservices weiterhin anbieten und Neugeschäft digital generieren zu können. Hierbei ist die schnellstmögliche Umsetzung entscheidend, da der Customer Service gerade jederzeit eine ganz entscheidende Rolle für das Geschäft spielt.

2. Digitalisierung der Customer Journey

Die gesamte Customer Journey spielt sich vorwiegend online ab, auch im B2B-Bereich. So müssen alle Unternehmen, deren Geschäftsmodell vorrangig oder sogar ausschließlich offline stattfand, nun mehr denn je in den Aufbau einer E-Commerce-, besser noch in eine digitale Service-Plattform, investieren. Nur so können sie die Verluste im Offline-Geschäft durch den Online-Handel auffangen.

3. Agile Arbeitsweise für schnelles Reagieren und Handeln

Die Krise erfordert schnelle Reaktionen auf kurzfristige Änderungen der äußeren Umstände. Mit einer aufmerksamen Beobachtung, dem sofortigen Anpassen von Maßnahmen und Lösungen durch flexible Handlungsmöglichkeiten ist die agile Arbeitsmethode optimal, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. So kann auf alle Eventualitäten und Entwicklungen effektiv reagiert werden.

4. Ausreichende Serverkapazität ist das A&O

Das Umsetzen dieser Maßnahmen bringt jedoch herzlich wenig, wenn die E-Commerce-Plattform bei großen Zugriffszahlen zusammenbricht. Daher ist es immens wichtig, sicher zu stellen, dass eigene Serverkapazität oder die Kapazitäten des Dienstleisters für einen Run auf die eigene Webseite oder den eigenen Online-Shop ausreicht und auch dann eine hervorragende Performance bietet.

„Ob B2C oder B2B – Unternehmen sollten den momentanen Krisenmodus als Chance begreifen und die notwendigen, teilweise längst überfälligen Transformationsschritte initiieren oder den bisherigen Digitalisierungsprozess beschleunigen,“ ermutigt Stefan Messerknecht, Managing Partner bei hmmh. „So können wir die Krise, in der sich jeder einzelne und damit die gesamte Wirtschaft befindet, meistern und gemeinsam, gestärkt aus ihr hervorgehen.“

 

Live-Online-Sessions zum Thema "Erfolgreich handeln in der Coronakrise"

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